Hallo lieber Fußballgott,

ich bin’s, der Flo. Ja, komisch, wir haben noch nie miteinander gesprochen. Und dann noch über’s Internet. Aber du bist ja sicherlich ein moderner Gott. Ich hab eine Bitte, die von Herzen kommt:

Lass doch bitte die Deutschen schnell aus der WM rausfliegen, ja?
Ihr nationales Ego momentan ist mehr als widerwärtig und angesichts der reichhaltigen Produktpalette wird dir doch sicherlich auch schwach im Magen. Das verstehst du als altruistischer Weltbürger doch sicherlich. Hast du eigentlich einen Magen?

Mexiko könnte ich dir vorschlagen. Oder ein anderes liebes kleines Land, was sonst oft vergessen wird und den Mythos Weltmeister viel eher gebrauchen könnte als die aufgeblasenen Gestalten, die hier bereits wieder den Aufstand gegen Andere proben.

Hab ein schönes Wochenende – falls du denn unseren Kalender teilen solltest.
Mit liebsten Grüßen,
Flo.

PS:
Falls er in deiner Nachbarschaft wohnt, drück Jesus lieb von mir. Er soll nicht traurig sein, Menschen können echt kacke sein.

Schlamm & Stacheldraht – Sauereien auf europäischem Boden, die man eigentlich vergessen glaubte

Fuck ey! Mir war nicht bewusst, dass das in der Ukraine schlammige Grabenkämpfe sind. Eigentlich bin ich mir ja, wie wahrscheinlich viele, den Kämpfen fast gar nicht bewusst.

Ich dachte bei dem Thumbnail erst, Youtube biete mir irgendein Battlefield-Gameplay-Video an und hab mich über die Grafik und die AK gewundert.

Und plötzlich kommen Bilder von Otto Dix und anderen hoch…


Otto Dix – Mahlzeit in der Sappe (Lorettohöhe), 1924

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Asterix, ein Kindercomic?

Youtube war mir heute besonders gnädig und bot mir an, zum Frühstück die Prüfung rund um den Passierschein A38 aus dem Klassiker „Asterix erobert Rom“ von 1976 zu schauen. Nebst eines Kommentars einer/s Angestellten im öffentlichen Dienst, dass es genau so zuginge – „und wenn wir keine Bürger zum Trietzen haben, treiben wir uns selbst in den Wahnsinn“ – gab es eine kurze, eher auf Einzeilern aufbauende Diskussion, ob Asterix nun ein Comic für Erwachsene oder für Kinder sei.

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„So this is how Star Wars dies… With thunderous applause.“ – eine Polemik

Viel zu spät am Abend habe ich mal wieder geschaut, was es so neues von der Mark-Hamill-Front gibt. Ihr wisst schon, Luke, aka „A New Hope“, der Vader nicht mal aufgab, als dieser seinen eigenen Sohn dem Imperator übergab – Symbol für Hoffnung und die Tugend der Jedi. Der erst von Disney vergewaltigt und sterben gelassen wurde, auf dem Set geknechtet und in seinem kreativen Feedback missachtet, nur um ihn dann nach seiner Kritik scheinbar mit gewissen Vertragsklauseln zurück zu pfeifen.

Dieser Komplex interessiert mich momentan sehr, ist es doch der Kampf einer Ikone der Nerdkultur (Mark Hamill ist als Synchronstimme noch viel mächtiger) gegen das widerliche System Hollywoods.

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Über die Science Fiction

Science Fiction ist heute vor allem ein Groschengrab für computergenerierte Effektschlachten.
Das Genre kann und ist geschichtlich betrachtet aber viel mehr. Ein kleiner Überblick:

“Space, the Final Frontier…” – mit diesen Worten läutete 1966 der ehemalige Bomberpilot Gene Roddenberry das wohl bekannteste Kapitel der Science Fiction ein und welches bis heute viele Anhänger findet und in mehr als einem Bereich Einfluss auf unser Denken und alltägliches Leben haben sollte.

Die Crew der originalen Enterprise im Jahr 2293, im Kinofilm „Star Trek VI: Das unentdeckte Land“ von 1991

In den Irrungen und Wirrungen des damals mit der Kubakrise 1962 an einem Höhepunkt angelangten kalten Krieges – der Auseinandersetzung der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion – in denen sich zwei Atommächte gegenüberstanden, zeichnete Roddenberry mit „Star Trek“ damals eine Utopie, die lange ihresgleichen suchte. Unter der Flagge der “Vereinten Föderation der Planeten” – hervorgegangen aus der “Vereinigten Erde” nach dem dritten Weltkrieg – suchte die Crew nach neuen Welten und neuen Planeten, drang dabei in Galaxien vor, in denen noch nie ein Mensch zuvor gewesen war…

Die Crew der Enterprise war für die damalige Zeit erstaunlich vielfältig: So taten auf diesem interstellaren Kreuzer unter-schiedlichste Ethnien, darunter unter anderem ein Schotte, eine Afroamerikanerin, ein Russe, ein Asiate und diverse Außerirdische ihren Dienst.

Während sich die Science Fiction in den Fünfzigern eher der damals populären Ufo-Visionen (Beispiel: „Krieg der Welten“, 1953 auf Basis des Buchs von 1898 verfilmt) widmete, schaffte es Roddenberry, mit Hilfe seiner Grundstruktur ethische Modelle zu kreieren, in denen die Raumfahrer sich weltlicher und spiritueller Probleme annahmen. Welche jedoch, abstrakt dargestellt, sich aus einem objektiveren Standpunkt betrachten ließen.

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